Mittwoch, Februar 08, 2006

Lasst uns die Online Werbung weiter totschweigen!

In meinem Beitrag vom 25. Januar äusserte ich mich ja bereits sehr kritisch zu den Zahlen des veröffentlichten Advertising Index Switzerland AIS der WEMF. Gemäss den veröffentlichten AIS-Zahlen der WEMF betrugen die Ausgaben für Onlinewerbung im 2005 insgesamt 38,8 Mio und alle feiern nun fröhlich die Überschreitung der 1% Marke der Onlinewerbung am gesamten Werbekuchen.

Offensichtlich hinterfrägt ausser Andreas Göldi und mir niemand wirklich die Qualität dieser Angaben und alle verwenden die genannten Zahlen ungesehen weiter. Dass diese Zahlen nur die klassische Onlinewerbung berücksichtigen, also nur die Bannerwerbung, scheint nicht wichtig zu sein.

Die Ausgaben für Affiliate- und Suchmaschinenwerbung (z.B. Google AdWords und Google AdSense oder Yahoo! Overture) sowie Classifieds fehlen komplett. Allein der Umsatz von Google ausserhalb der USA betrug im 2005 insgesamt 2'394,2 Millionen Dollar. Doch diese Anbieter sind wohl für die WEMF nicht wichtig genug. Nach eigenen Angaben will die WEMF uns ja verlässliche Zahlen liefern:
Ziel der Werbeaufwandstatistik AIS Advertising Index Switzerland ist, der Werbewirtschaft verlässliche Werbeumsätze für alle relevanten Medien zu bieten.
Das Ziel des AIS ist bestimmt erstrebenswert, doch der Weg bis zu verlässlichen Werbeumsätzen in der Onlinewerbung ist für die WEMF noch sehr, sehr weit.

Tags: WEMF, Advertising Index Switzerland, Online Werbung

1 Kommentar:

Peter Schüpbach hat gesagt…

Ich gebe Dir 100% recht. Leider haben sich gerade hierzulande noch viel zu wenige Gedanken über "Personalized Information" und damit auch "Personalized Advertising" gemacht. Ich bin überzeugt, dass gerade in diesem Bereich ganz neuartige Modelle für die Werbung aufgehen werden.
Die WEMF ist vielleicht nur der traditionellen Werbeform verpflichtet. Dort braucht es auch viele Grafiker und Designer und Werbehändler usw...